Neuigkeiten von der Citrix Summit 2015

Wie zu Beginn jeden Jahres fand auch dieses Jahr die Citrix-Partnerveranstaltung „Summit“ in Las Vegas statt. Auch wir als teamix sind durch den stetigen Zuwachs von Mitarbeitern und dem alltäglichen Evaluieren von Produkten seit 2014 Citrix Partner. Somit traten wir zu dritt die weite und an vielen Stellen etwas holprige Reise in Richtung Las Vegas an, um uns über die technischen Neuerungen rund um das Thema Citrix zu informieren.

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Nach einer einjährigen Auszeit stellte Citrix CEO Mark Templeton viele Neuerungen aus den Bereichen End-User-Computing, Servervirtualisierung, Cloud und Netzwerk vor. Im folgenden Blogbeitrag möchte ich Ihnen einige dieser näher bringen. Leider ist es uns nicht gestattet alle Neuerungen öffentlich zu machen, da viele noch unter NDA stehen. Abseits der NDA’s gibt es trotzdem einige spannende Neuerungen und Verbesserungen innerhalb des  Citrix Portfolios:

Desktop Player for Windows

Durch den stark anwachsenden Anteil an virtuellen Desktops, stellt sich immer häufiger die Frage, wie es einem Benutzer ermöglicht werden kann trotz nicht vorhandener oder schlechter Netzwerkverbindung weiterarbeiten zu können. Auch Citrix sieht diese Anwendungsfälle und wird hierfür in Zukunft den Desktop Player für Windows bereitstellen. Hierbei handelt es sich um einen Type-2 Hypervisor, der ohne Probleme auf einem vorhandenen System installiert werden kann. Durch die Verwaltungskomponente XenClient kann dem Benutzer anschließend ein komplett zentral verwalteter Desktop bereitgestellt werden. Im Gegensatz zu XenDesktop oder XenApp ist dieser lokal und verschlüsselt verfügbar und benötigt somit keine dauerhafte Netzwerkverbindung. Der Desktop Player für Windows ist derzeit eine Tech Preview, der Desktop Player für Mac ist dagegen bereits seit Mitte letzten Jahres verfügbar.

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Framehawk Integration in HDX

Um eine weitere Tech Preview handelt es sich bei der Integration von Framehawk in Citrix hauseigenes Protokoll HDX. Durch den vor einem Jahr verkündeten Zukauf von Framehawk erhofft sich Citrix eine Verbesserung der User-Experience bei Verbindungen zu XenDesktop oder XenApp Quellen über Verbindungen, die hohe Latenzen und signifikanten Packet-Loss erfahren. Um die Vorteile dieser Technologie etwas plastischer zu vermitteln, empfehle ich Ihnen das folgende Video anzuschauen. Hier ist zu sehen, dass Framehawk selbst mit sehr hohen Latenzen oder Packet-Loss keinerlei Probleme hat und somit eine gesteigerte Benutzerfreundlichkeit erreicht wird:

Virtuelle Desktops unter Linux

Wie bereits letztes Jahr angekündigt, nun allerdings als Tech Preview für Jedermann verfügbar, wird es in naher Zukunft Virtual Delivery Agents für Linux Betriebssysteme (SUSE und RedHat) geben. Dies ermöglicht eine Desktop- und Anwendungsvirtualisierung von Linux Systemen. Ziel hierbei ist die oftmals gewünschte komplette Virtualisierung der Arbeitsplatzsysteme. Vielen Unternehmen, die in ihren Entwicklungsabteilungen stark auf Linux- Basis arbeiten, war es bisher unmöglich dieses erhoffte Ziel zu erreichen. Die Integration der Linux Desktops, sowie Applikationen soll nahtlos in das bisher, zur Verwaltung der virtuellen Arbeitsplatzsysteme, verwendete Citrix Studio einfließen. Dies ermöglicht Administratoren das Verwalten von Windows und Linux Systeme gleichermaßen über eine einzige Management-Konsole. Wenn auch Sie daran interessiert sind an dieser Tech-Preview teilzunehmen und die Funktionalitäten virtueller Desktops auf Linux Basis kennenzulernen, melden Sie sich einfach über diesen Link an.

Citrix Receiver X1

Durch den neuen Citrix Receiver X1 schafft Citrix Kunden, die über einen großen Stamm an Applikationen und Desktops verfügen, die Möglichkeit Anwendungen effizienter an deren Endbenutzer weitergeben zu können. Als Beispiel dient hier das Zusammenstellen von Bundles, die mehrere gleichartige oder zusammenhängende Applikationen beinhalten. Außerdem wird es durch den Receiver X1 deutlich einfacher dem Endbenutzer ein CI-Konformes Interface präsentieren zu können. Beim neuen Receiver handelt es sich abermals um eine Tech-Preview ohne konkretes Release Date.

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XenServer 6.5

Mit Version 6.5 stellt Citrix seinen hauseigenen Hypervisor erstmals mit einer vollständigen 64-Bit-Kernel-Architektur vor. Diese Neuerung verbessert Speicher-, Netzwerk- und Workload-Management und bietet den Anwendern darüber hinaus, die zur Verfügung gestellten, Hardware- und Softwarekomponenten effizienter nutzen zu können. Als Beispiel ist hier die, durch die 64-Bit Architektur möglich gewordene, Anbindung von PCI-SSD’s (FusionIO etc.) zu nennen. Durch Asset- und Geo-Tagging soll außerdem für eine gesteigerte Sicherheit gesorgt werden. Neben diesen neuen Features wurden auch bereits vorhandene Funktionalitäten weiterentwickelt und verbessert. Besonders die vGPU Technik, die das Partitionieren und Weiterreichen physischer Grafikkarten an virtuelle Gäste ermöglicht, kann sich mit einer um ca. 50 % gesteigerten Serverdichte bei anspruchsvollen 3D-Grafikanwendungen,  sehen lassen.

Viele der Neuigkeiten, die wir leider nicht nennen konnten, werden höchstwahrscheinlich offiziell während der Citrix Kundenveranstaltung „Synergy“, die vom 12. Bis 14. Mai diesen Jahres in Orlando stattfindet, verkündet. Wir halten Sie auf alle Fälle auf dem Laufenden…

Sollten Sie sich für eine der genannten Funktionalitäten tiefergehend interessieren, beraten wir sie gerne, wie sie diese in Ihrem Unternehmen integrieren können. Sollten Sie Hilfe in Ihrer derzeitigen Citrix Umgebung benötigen, steht Ihnen unser Support jederzeit zur Verfügung. Vielleicht ist auch unser teamix „Citrix XenApp / XenDesktop HealthCheck Service“ für Sie interessant, um Ihre vorhandene Umgebung von einem erfahrenen Citrix Techniker auf Einhaltung der Best-Practices „untersuchen“ zu lassen. Melden Sie sich einfach. 😉

Robert Wortmann

Robert ist seit 2014 bei der Proact Deutschland beschäftigt, wo er sich zunächst als technischer Ansprechpartner und Senior Conultant um Kundenlösungen im Bereich Security und Virtualisierung gekümmert hat. Aktuell ist er in seiner Funktion als Business Development Manager die Schnittstelle zur Technik und kümmert sich um die konstante Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsideen und -felder.

 
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