VMware vSAN Update 6.6 und 6.6.1 – what’s new?

Mit den vSAN Versionen 6.6 & 6.6.1 hat VMware sein Produkt um Features wie Data-at-Rest Encryption, zweistufige Failovers und host-based Monitoring erweitert. Welche Neuerungen es gibt und wie Sie von den Funktionen des Updates profitieren können, erfahren Sie in diesem Artikel Schritt für Schritt.

Anforderungen für vSAN 6.6:

  • VMware vCenter 6.5.0d
  • VMware ESXi 6.5.0d

Erweiterung & Ergänzung der Health Checks

Die Health Checks von VMware vSAN wurden in 6.6 erweitert und neue Checks eingeführt.

Betroffen sind:

  • Cluster Membership
  • Time Drift
  • Controller Firmware
  • Disk Groups
  • Physical Disks
  • Disk Balance
  • Encryption

 vSAN Healthchecks

Durch dieses präzisierte Monitoring können Sie Fehler finden und beheben bevor sie Einfluss auf Ihre Umgebung haben. Auf Basis der Health Check Ergebnisse werden Ihnen ebenfalls Vorschläge zur Konfiguration sowie Fehlerbehebung im VMware vSAN Cluster gegeben.

Data-at-Rest Encryption

Mit vSAN 6.6 wurde die Data-at-Rest Encryption eingeführt. Diese erfordert eine vertrauenswürdige Verbindung von einem Key Management Server (KMIP 1.1) zum VMware vCenter und den vSAN Hosts. Die Verschlüsselung findet im letzten Schritt der Datenablage statt. Sie beeinflusst die Komprimierung und Deduplizierung der Daten nicht.

 Data-at-Rest Encryption

Mit dieser Funktion können somit unter Beibehaltung der Storage Efficiency Features erhöhte Sicherheitsstandards erfüllt werden.

VMware vSAN mit Unicast statt Multicast

Unicast im Einsatz

Die Kommunikation des vSAN Traffics wurde von Multicast auf Unicast umgestellt.

Troubleshooting und Konfiguration von Multicast ist nicht länger notwendig.

Configuration Assist and Updates

Der Configuration Assist ermöglicht die Überprüfung der aktuellen Konfiguration des Clusters, sowie das Beheben und Finden von Fehlern. Wie bei den Health Checks sind hier verschiedene Kategorien vorzufinden:

  • Hardware Kompatibilität
  • Netzwerk
  • VMware vSAN Konfiguration

Über das Update Interface können zudem Firmware und Treiber der Storage Controller aktualisiert werden.

Korrektur falscher Konfigurationen und vereinfachte Aktualisierung der Komponenten helfen Ihnen dabei, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Das Risiko eines Ausfalls im vSAN wird minimiert.

Local Fault Protection

Erweitert wurden auch die Failures To Tolerate (FTT) innerhalb eines vSAN Clusters. Neben dem üblichen Stretched Cluster Failover ist es ab dem Update 6.6 möglich, einen zusätzlichen lokalen Failover zu konfigurieren. Diese Einstellung erfolgt mittels der Primary level of failures to tolerate (Cluster) und Secondary level of failures to tolerate (Site) Option.

Local Fault Protection

Beim Ausfall eines Nodes an einem Standort muss nicht auf den zweiten Standort geschwenkt werden, sondern es erfolgt ein lokaler Failover.

Resynchronization throttling

Diese Funktion ermöglicht dem Administrator die Drosselung der für eine Disk-Resynchronisation (z.B. bei Hostausfall, Maintenance Mode) aufgewendeten IOPS.

Bei steigenden Latenzen im Cluster oder auf einem Host, die auf Disk-Resyncs zurückzuführen sind, ist es nun möglich die IOPS via Policy zu regeln.

Updated Host-Based vSAN Monitoring

Ab VMware vSAN 6.6 ist es möglich, Einsicht in den Zustand, sowie die Konfiguration des vSANs direkt über den ESXi Embedded Host Client zu nehmen. Auch Einstellungen am vSAN können über den vSAN Datastore im Storage Tab vorgenommen werden. Diese Funktionalität gewährleistet ein „Management-Failback“ bei Problemen mit dem vCenter oder Fehlkonfigurationen im vSAN.

Verbesserungen im Performance Service

Inkludiert wurden Werte zur Netzwerkauslastung, Resync-Operationen, sowie iSCSI. Es können außerdem Zeiträume festgelegt werden, für die diese Werte angezeigt werden sollen. Präziseres Monitoring der Performance erlaubt es, frühzeitig auf Missstände zu reagieren.

VMware vSAN Installation

Die Installation des vSAN Clusters kann ab der Version 6.5 des vCenter Servers im initialen Installationswizard durchgeführt werden. Hierbei wird auch der VMware vCenter direkt auf dem vSAN Host deployed. Das spart Zeit.

Maintenance Mode

Muss ein Host in den Maintenance Mode versetzt werden, so wird fortan im Bestätigungsfenster darauf hingewiesen, dass er Teil des VMware vSAN Clusters ist. Auch die Folgen für das Cluster werden dem Administrator angezeigt.

 Maintenance Mode

Diese Erweiterung ermöglicht eine transparentere Administration der Hosts im Wartungsfall.

Verbesserung von Rebalancing und Reparatur

Das Rebalancingprotokoll in vSAN 6.6 arbeitet effizienter. Beim manuellen Auslösen des Rebalancings erhält man genauere Informationen. Durch verbesserte Reparaturautomatismen wird die Anzahl der benötigten Resynchronisationsprozesse reduziert. Eine bessere automatisierte Aufteilung der Ressourcen verringert den Arbeitsaufwand, der hierfür notwendig wäre. Außerdem ergibt sich aus optimierten Reparaturszenarien eine Reduktion der Last auf den einzelnen Hosts.

Degraded Device Handling (DDH)

VMware vSAN kann ab der Version 6.6 erkennen, ob eine Festplatte in naher Zukunft ausfallen könnte. vSAN markiert diese Festplatte proaktiv als fehlerhaft und leitet vorsorglich einen Datenevakuierungs- oder -rebuildprozess ein. Besitzt er für diese Aktionen ausreichend Ressourcen ist das Eingreifen durch den Administrator nicht notwendig. Dieser Vorgang reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts.

Neue esxcli Befehle

Mit VMware vSAN 6.6 wurden die folgenden neuen esxcli Befehle eingeführt:

  • esxcli vsan health zum Anzeigen des vSAN Cluster Status
  • esxcli vsan debug zum Anzeigen der vSAN Debug Informationen

VMware vSAN 6.6.1 enthält folgende weiteren Neuerungen:

Anforderungen für vSAN 6.6.1:

  • VMware vCenter 5 U1
  • VMware ESXi 6.5 U1

VMware Update Manager build recommendations

 vSAN build recommendations

Der Update Manager scannt das VMware vSAN Cluster und schlägt vor, welche Updates, Patches und Erweiterungen installiert werden sollten. Diese „Host Baselines“ werden mit der vSAN HCL von VMware abgeglichen, um den Supported-Status beizubehalten. Die dazu passenden ESXi ISO Images können ebenfalls direkt über den Update Manager heruntergeladen werden. Durch die Integration von vSAN in den Update Manager und das automatisierte Aufbereiten von Updates und Patches wird der manuelle Administrationsaufwand erheblich verringert.

Performance diagnostics

Als Teilnehmer am Customer Experience Improvement Program (CEIP) ist es ab der Version 6.6.1 möglich, ausgeführte Benchmarktests analysieren zu lassen. Im Anschluss erhält man Informationen zu auftretenden Auffälligkeiten. Auf Basis dieser Informationen werden Vorschläge unterbreitet, wie diese Auffälligkeiten behoben werden können.

 Performance Diagnostics

Fazit

Stück für Stück wird VMware vSAN von VMware optimiert und vereinfacht. Von Installation über Administration bis hin zu Updates wurden mit der Version 6.6 kritische Tasks erleichtert. Das allgemeine Handling wird verbessert, die Ausgaben zu Zustand und Performance des Clusters detaillierter. Weniger Aufwand, weniger Sorgen.

Interesse geweckt?

Melden Sie sich bei uns für eine Live-Demo, einen Beratungstermin oder die Planung Ihres Updates. Nutzen Sie die folgenden Ressourcen, um mehr Informationen zu vSAN 6.6 zu erhalten:

VMware vSAN Editions and feature overview

https://benjaminulsamer.wordpress.com/2017/05/21/the-revolution-of-vmware-vsan-virtual-san-5-5-to-6-6-whats-new-features-editions-licensing/

Feature Walkthrough VMware vSAN 6.6

https://storagehub.vmware.com/#!/vmware-vsan/what-s-new-in-vmware-vsan-6-6

VMware Hands-On-Labs – HOL-1808-01-HCI – vSAN v6.6 – Getting Started

http://labs.hol.vmware.com/HOL/catalogs/

Release Notes vSAN 6.6

http://pubs.vmware.com/Release_Notes/en/vsan/66/vmware-virtual-san-66-release-notes.html

https://docs.vmware.com/en/VMware-vSphere/6.5/rn/vmware-vsan-661-release-notes.html

 

 

Adrian Talamazzini

Adrian ist seit 2015 für die Proact Deutschland GmbH tätig. Seit 2018 ist er Teil des Managed Cloud Services Team und arbeitet dort als System Engineer.
Er beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themen VMware und NetApp.

 
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