Ausbildung zum/r Fachinformatiker(-in) für Systemintegration bei Proact Deutschland GmbH

Am 03.09.2018 ist es soweit: Wir begrüßen 3 weitere Auszubildende zum Fachinformatiker(-in) Systemintegration in unserer Firmenzentrale im Südwestpark in Nürnberg. Insgesamt durchlaufen bei uns ab September 6 Auszubildende die Ausbildung zum Fachinformatiker(-in) für Systemintegration. Für mich die perfekte Gelegenheit, euch einen Blick „hinter die Kulissen“ der Ausbildung bei Proact Deutschland zu geben. 🙂

  1. Wie lange dauert die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration?

Die Ausbildungsdauer beträgt i.d.R. 3 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildung auf 2,5 Jahre ist bei Proact Deutschland mit einem herausragenden Ergebnis in der Zwischenprüfung (nach 1,5 Ausbildungsjahren) & nach Rücksprache mit den Ausbildungsverantwortlichen möglich.

 

  1. Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration ist eine Kombination aus Praxis- und Theoriephasen. Die Praxisinhalte werden in unserer Firmenzentrale in Nürnberg vermittelt. Für die Theoriephasen besuchen unsere Auszubildenden in Form von Blockunterricht die Martin-Segitz-Schule / Staatliche Berufsschule III in Fürth. In der Regel besteht ein Unterrichtsblock aus jeweils 2 Wochen. Für das Berufsschuljahr 2018/2019 muss jeder unserer Auszubildenden 6x zum Blockunterricht und somit insgesamt 12 Wochen „die Schulbank drücken“.

Bildquelle: B3 Fürth

 

  1. Was lernt man in der Berufsschule?

Die offiziellen Lerninhalte der Ausbildung zum Fachinformatiker(-in) Systemintegration findet man z.B. hier. Die Berufsschule B3 veröffentlicht jährlich ihre Unterrichtsinhalte für die jeweiligen Klassen & Jahrgangsstufen. Die Lerninhalte des 1. Ausbildungsjahres befinden sich in den PDFs AWP 10, ITS 10 & VNS 10; die Inhalte des 2. Lehrjahres in AWP 11 & VNS 11, sowie die Inhalte des 3. Lehrjahres im jeweiligen PDF der 12. Jahrgangsstufe.

 

  1. Was passiert zu Beginn der Ausbildung?

In der 1. Ausbildungswoche findet die Proact Onboarding Week statt: Am ersten Tag der Ausbildung erhalten die neuen Auszubildenden eine Firmenführung, eine Vorstellung der Kollegen/-innen, eine Einweisung in die Historie, Kultur des Unternehmens & die wichtigsten firmenrelevanten Dinge, um sich sicher in der neuen Umgebung bewegen zu können. Wir sind ein modernes und unkonventionelles Unternehmen, in dem wir alle per „Du“ sind. Wir denken nicht in Abteilungsstrukturen, sondern als ein großes Team. Ein Leitfaden zum Ablauf der Ausbildung, die Übergabe der praktischen Ausbildungsziele, die Lehrbücher, der Ausbildungsplan & ein Meet&Greet mit den Auszubildenden im 2. & 3. Lehrjahr schließen den Tag ab. Am 2. & 3. Tag der Ausbildung erhalten die Auszubildenden eine interne Portfolioschulung, um einen ersten Überblick über unsere Produkte/Services zu erhalten. An Tag 4 & 5 wird das IT-Equipment (aktuelles Notebook, Software, Headset etc.) fit gemacht, so dass es ab der 2. Woche direkt in den Fachbereichen losgehen kann.

 

 

 

 

 

Bildquellen: Rheinwerk Verlag & buecher.de

 

  1. Wie werden die Praxisinhalte vermittelt?

Zur Vermittlung der Praxisinhalte wurden die geforderten Lehrinhalte der IHK unter Berücksichtigung unseres Produkt- & Serviceportfolios auf die einzelnen Bereiche der Proact Deutschland GmbH aufgeteilt. Bei uns lernt man die große IT-Welt kennen, da IT unsere Hauptaufgabe und kein Nebengeschäft ist. Bei uns durchläuft der/die Auszubildende während der Ausbildung alle Bereiche des Unternehmens, um die Firma aus jedem Blickwinkel kennen und verstehen zu lernen. Stand heute sind dies 13 Bereiche: Network & Security, Storage, Server & Virtualisierung, Microsoft & Terminalserver, Linux, Backup, Services, Business Systems, Vertrieb, Marketing, Projekt- & Qualitätsmanagement, Buchhaltung, Personal & Backoffice. In jedem dieser Bereiche gibt es einen fachverantwortlichen Experten, der sich um die praxisorientierte und kundennahe Vermittlung der definierten Ausbildungsziele kümmert („Lerne von den Besten.“).  Je Bereich sind 5 Ausbildungsziele aus der Praxis definiert, die der Auszubildende bis zum Abschluss seiner Ausbildung erreicht haben sollte. (Beispiele: Basisinstallation eines Netapp Storages, strukturierte Netzwerkverkabelungen, Einholung & Erstellung von Angeboten).

 

Auszug aus den Proact Ausbildungszielen im Bereich Server & Virtualisierung

  1. Wie läuft das in der Praxis bei Proact ab?

 

  • Der erste Teil der Ausbildung: Das Fundament

Alle Auszubildenden zum Fachinformatiker für Systemintegration durchlaufen in den ersten 1,5-2 Jahren einmal alle aufgeführten 13 Bereiche in Blöcken von 3-4 Wochen, um einen Komplettüberblick über die Firma zu erhalten & erste Lernziele zu erreichen. Auch wenn die Auszubildenden später fokussiert im Bereich Technik angesiedelt sind, ist es uns wichtig, dass die Arbeit aller Abteilungen unseres Unternehmens kennengelernt und wertgeschätzt wird („Think outside the box.“). Die Rotation ist für jede/n Auszubildende/n in unserem Ausbildungsplan geregelt.

Auszug aus dem Proact Ausbildungsplan

 

  • Regelmäßiges Feedback

Am Ende jedes Praxisblocks wird die Erreichung der Lernziele vom fachverantwortlichen Ansprechpartner & Auszubildenden überprüft. Ebenso bewerten sich der fachverantwortliche Experte & der/die Auszubildende/r gegenseitig: Was war gut, wo gibt es Verbesserungspotential, wo klemmt es, an welchen Softskills muss man arbeiten… Gibt es an irgendeiner Stelle Optimierungspotential, wird sich von den Ausbildungsverantwortlichen darum gekümmert. („Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“). Wir pflegen eine offene Kommunikation, in der sowohl Lob als auch konstruktive Kritik etwas ganz Normales sind.

 

Auszug aus dem Proact Feedbackbogen der fachverantwortlichen Ansprechpartner

 

Auszug aus dem Proact Feedbackbogen der Auszubildenden

 

  • Der zweite Teil der Ausbildung: Die Fokussierung

Spätestens nach 2 Jahren setzen sich die Ausbildungsverantwortlichen & der/die Auszubildende zusammen und legen den verbleibenden Verlauf der Ausbildung fest.

  • Gibt es offene Stellen, die im Unternehmen zu besetzen sind?
  • Für welche Technologien „brennt“ der Auszubildende?
  • Mit welchen Personen in welchen Fachbereichen kommt der/die Auszubildende gut aus?
  • Welche Art von Arbeit (Plan, Build, Run) macht am meisten Spaß?

Gibt es kein „Matching“, wird die Rotation in den Fachbereichen bis zum Ende der Ausbildung fortgeführt & der IT-Markt der Region Nürnberg, Fürth, Erlangen darf sich auf eine/n umfangreich ausgebildeten Berufseinsteiger/-in im Bereich IT-Rechenzentrum freuen. Gibt es ein „Matching“ zwischen dem Unternehmensbedarf, dem Wissensstand, der Leidenschaft des/der Auszubildenden und den Charakteren des vorhandenen Teams, wird der/die Auszubildende in den verbleibenden Ausbildungsmonaten im passenden Bereich fokussiert weiter ausgebildet & integriert.

Im Optimalfall sind die Proact Deutschland GmbH & unsere Kunden um eine/n sehr gut ausgebildete/n Ansprechpartner/in in der IT-Branche reicher. Einer unbefristeten Übernahme steht nichts mehr entgegen. Das ist das Ziel unserer Ausbildung!

Solltet ihr Fragen zur Ausbildung bei der Proact Deutschland GmbH haben oder interessiert an einer Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in für Systemintegration sein , könnt ihr uns gerne unter ausbildung@proact.de kontaktieren. Wir freuen uns über eure Nachrichten 🙂

Benjamin Ulsamer

Benjamin Ulsamer ist seit Januar 2011 für die Firma Proact Deutschland GmbH tätig. Im Oktober 2015 wurde er zum Manager Professional Services Region South ernannt. Seit Juni 2017 ist er zudem verantwortlich für die Ausbildung zum Fachinformatiker/in für Systemintegration. In den Jahren 2015, 2016 und 2017 hat er für sein Engagement bzgl. Blogging & Wissensvermittlung von VMware die Auszeichnung zum vExpert erhalten.

 
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