Proxmox VE-Kurstermine in 2023

This entry is part 8 of 8 in the series Unsere Linux-Schulungen

Nach den erfolgreichen Proxmox VE-Kursen in 2022 geht es auch in 2023 weiter mit neuen Kurs-Terminen.

Neue Schulungstermine

Zunächst einmal gleich zu den neuen Schulungsterminen in 2023:

Erneut liegen die Termine für den Grundlagen- und den Fortgeschrittenen-Kurs wieder direkt hintereinander. Das bietet die Gelegenheit, sich mit beiden Kursen in einer Woche in Bezug auf Proxmox VE topfit zu machen.

Die vom Trainer erstellten Folien, Musterlösungen und Serien von Bildschirm-Fotos sind Teil der Trainings-Unterlagen. Es gibt jeweils gut 100 Folien für jeden der beiden Kurse.

Beispiel-Folie: Drei Grenzwerte für Ceph

 Eine vom Trainer erstellte Folie für den Proxmox VE-Advanced-Kurs: Drei Grenzwerte für Ceph

Auch diesmal gibt es wieder neue Versionen für Proxmox VE und den Proxmox Backup Server. Lesen Sie in den folgenden Abschnitten von ausgewählten wichtigen Neuerungen.

Neuerungen in Proxmox VE 7.2

Während die Version 7.3 von Proxmox VE bereits kurz vor der Fertigstellung steht, bietet bereits die Version 7.2 interessante Neuerungen.

So bietet die Web-Oberfläche einige neue Möglichkeiten: In den Datacenter-Optionen passen Sie den Standard-Bereich von IDs für neu erstellte virtuelle Maschinen und Container an. Zudem ermöglicht der Dialog zum Restaurieren von virtuellen Maschinen aus dem Backup, ein paar grundlegende VM-Einstellungen wie den Namen, die Anzahl der Prozessoren und Prozessorkerne und die Größe des Hauptspeichers anzupassen. Die Übersicht über die Backup-Jobs zeigt zudem an, wann ein Backup-Job nach dessen aktuellen Scheduling-Einstellungen das nächste Mal läuft. Zudem lassen sich Notizen für Backup-Jobs automatisiert mit zusätzlichen Metadaten wie den Clusternamen, den Gastnamen, den Node-Namen und die VMID versehen.

Zusätzliche Optionen beim Restaurieren

Zusätzliche Optionen beim Restaurieren einer VM aus dem Backup

Auch unter der Haube haben die Entwickler Anpassungen vorgenommen. So bietet der VirGL-Treiber eine einfach konfigurierbare Möglichkeit, innerhalb einer virtuellen Maschine die 3D-Grafikleistung mit Hilfe der im Host verbauten Grafikkarte zu beschleunigen. PCI(e)-Passthrough ist natürlich weiterhin möglich. Die Web-Oberfläche erlaubt nun ebenfalls bis zu 16 statt 5 PCI(e)-Geräte zu konfigurieren, wie dies im Backend zuvor schon möglich war. In Bezug auf Container gibt es insbesondere neue Vorlagen für Ubuntu 22.04, Devuan 4, Alpine 3.15. Auch ist es möglich, die Mount-Option lazytime für Container zu nutzen, um Disk-Zugriffe auf dem Host-System zu minimieren. Der HA-Manager läuft nun auch mit einer sehr großen Anzahl von auf einem Node als Cluster Services eingerichteten virtuellen Maschinen oder Containern performant.

Neuerungen in Proxmox Backup Server 2.2

Eine wesentliche Neuerung der Version 2.2 vom Proxmox Backup Server besteht in der Einführung von Backup-Namensräumen, englisch Namespaces. Ein Namespace ist quasi wie ein Verzeichnis in das der Backup-Server Backups von virtuellen Maschinen, Containern und/oder Hosts ablegt. Das vermeidet Namens-Konflikte, insofern ein Backup Server Sicherungen von mehreren unterschiedlichen Proxmox VE-Clustern entgegen nimmt. Selbst bei gleicher ID einer virtuellen Maschine auf zwei unterschiedlichen Clustern, bleiben die Backups schön getrennt.

Das Ganze ist selbstverständlich nur eine Hilfe für die Organisation der Backups. Unten drunter dedupliziert der Backup Server weiterhin für alle Backups auf Block-Ebene. Bei Verwendung eines Backup Servers für mehrere Cluster erhöht sich das Potential für die Deduplizierung dadurch entsprechend. Natürlich bleibt abzuwägen: Wie viele Cluster auf einen Proxmox Backup Server sichern, um ein Single Point of Failure zu vermeiden? Allerdings lässt sich der Inhalt eines Backup Servers natürlich weiterhin auf einen weiteren Backup Server synchronisieren, um zusätzliche Ausfall-Sicherheit und Redundanz zu schaffen.

Für Datastores gibt es nun zwei Maintenance Modi. Read Only für Nur-Lese-Zugriff und Offline, um einen Datastore für Wartungsarbeiten komplett offline zu nehmen. Dabei erlaubt der Proxmox Backup Server bereits laufenden Operationen noch fertig zu laufen, bevor er den entsprechenden Modus aktiviert. Eine Anpassung in der Speicherverwaltung in Zusammenhang mit einer Heuristik im Glibc Allocator senkt zudem den Speicherverbrauch erheblich.

Unsere weiteren Linux-Schulungen

Neben den Proxmox-VE-Schulungen bieten wir auch die folgenden Kurse weiterhin an:

Hier auch nochmal die Termine der Proxmox VE-Kurse in 2023:

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Martin Steigerwald

Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

 
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