Alle Artikel unter dem Schlagwort Linux

Wer mit der Administration von Computer-Systemen zu tun hat, stößt früher oder später auf deren Protokolle. In Protokoll-Dateien, englisch Log Files, protokollieren z.B. Linux-Systeme Ihre Aktivitäten. Windows kennt dafür das Event Log. Auch vSphere ESX-Hosts sowie NetApp- und Juniper-Systeme protokollieren fleißig mit.

Wer es nur mit wenigen Systemen zu tun hat, die möglicherweise auch noch sehr einheitlich sind, der schaut bei Problemen einfach mal schnell ins Log. Und auch das Suchen klappt mit grep, grep -r, zgrep ganz gut. Und wo die letzten Protokoll-Meldungen drinnen sind, offenbart der find-Befehl. Doch wie behalte ich den Überblick, wenn ich nicht nur ein System habe, sondern viele? Und wie behalte ich den Überblick, wenn es nicht „nur“ Linux-Systeme, sondern auch NetApp ONTAP-, vSphere ESX-, Juniper- und andere Systeme sind? Und wie behalte ich den Überblick, wenn ich zusätzlich auch die Protokolle von Diensten wie Apache, MySQL, Postfix oder Anwendungen wie Ruby on Rails- und andere Web-Anwendungen einsehen möchte?

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Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

Wie zu Beginn jeden Jahres fand auch dieses Jahr die Citrix-Partnerveranstaltung „Summit“ in Las Vegas statt. Auch wir als teamix sind durch den stetigen Zuwachs von Mitarbeitern und dem alltäglichen Evaluieren von Produkten seit 2014 Citrix Partner. Somit traten wir zu dritt die weite und an vielen Stellen etwas holprige Reise in Richtung Las Vegas an, um uns über die technischen Neuerungen rund um das Thema Citrix zu informieren.
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Autor: Robert Wortmann
Robert ist seit 2014 bei der Proact Deutschland beschäftigt, wo er sich zunächst als Senior Consultant um Kundenlösungen im Bereich Security und Virtualisierung gekümmert hat. Seit 2016 ist er hauptverantwortlich für den Bereich Security zuständig.

BTRFS RAID 1: Selbstheilung in Aktion

Kategorien: Storage, Linux, OpenSource
Kommentare: No

Mittlerweile durfte das BTRFS RAID 1 auf meinem Laptop seine Selbstheilungskräfte unter Beweis stellen (siehe Wieso haben moderne Laptops eigentlich einen mSATA-Slot?). Bei einem Schrubben erhielt ich:

Meine erste Reaktion war „Oha!“, doch dann machte ich mir nochmal bewusst was „corrected“ heißt. Nun interessierte mich natürlich, auf welcher SSD die Fehler auftraten:
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Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

Ein üblicher erster Befehl, den ein Systemadministrator bei der Analyse von Performance-Problemen auf Linux-Servern aufruft, ist Top. Das durch den Procps-Fork Procps-NG in aktuellen Linux-Distributionen generalüberholte Werkzeug ist jedoch bei weitem nicht das einzige Werkzeug für diesen Zweck. Die Alternativen Htop, Atop und Glances streben an, dessen Möglichkeiten zu erweitern.

So erfreut schon seit 2004 Htop mit einer rollbaren Prozessliste und einfacher Bedienung via Funktionstasten die Anwender. Atop indes markiert ausgelastete Ressourcen farbig und erfasst auch die Auslastung von Laufwerken und Netzwerk. Als einziger Kandidat ist es in der Lage, Leistungsdaten bis auf die Prozess-Ebene hinunter aufzuzeichnen und diese sogar nachträglich zu analysieren. Der Neu-Ankömmling Glances verspricht hingegen möglichst viele Informationen in 80×24 Zeichen unterzubringen und bietet die Möglichkeit, auch entfernte Systeme zu beobachten, ohne sich per SSH anzumelden.

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Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

So schnell SSDs auch sind – so schnell sind sie auch voll. Oder so ähnlich. So geschehen mit der 300 GB Intel SSD 320 in einem ThinkPad T520. Die SSD durch eine größere austauschen wäre eine Möglichkeit gewesen. Doch wozu haben moderne Laptops eigentlich einen mSATA-Slot? In dem sogar eine Weile schon eine 30 GB mSATA SSD von Intel lief, auf dem das Debian GNU/Linux residierte. Ein Preis-/Leistungsvergleich brachte mich schnell auf eine Crucial m500 mSATA SSD. Vielleicht nicht die schnellste, aber zuverlässig. Und günstig. Warum also nicht gleich 480 GB?  Weiterlesen

Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

CrashPlanPRO-Client unter Linux

Kategorien: OpenSource, Backup, Linux
Kommentare: No

Wir nutzen intern und auch für Kunden die Backup-Lösung CrashPlanPRO, da diese ein kontinuierliches Backup wichtiger Anwender-Daten im Hintergrund ermöglicht. Den CrashPlanPRO-Client gibt es auch für Linux. Nun hat allerdings die Linux-Variante ein Problem auf aktuelleren Linux-Distributionen: Die grafische Oberfläche CrashPlanDesktop stürzt beim Start ab.

Glücklicherweise gibt die Protokoll-Datei ui_output.log – bei einer systemweiten Installation des Client üblicherweise in /usr/local/crashplan/log – Aufschluß über die Fehlerursache:

Also ein Problem in Zusammenhang mit der Bibliothek libsoup. Der Name der Bibliothek war der Schlüssel dazu, einen Workaround zu finden.

So gibt es in dem entsprechenden Fehlerbericht #705420 für Debian den Hinweis auf CrashPlan. Den eigentlichen Workaround beschreibt der Hersteller Code42 in einem Support-Artikel. Demnach ist es erforderlich, den Variablen mit den Start-Optionen in der Konfigurationsdatei run.conf, die sich bei einer systemweiten Installation üblicherweise in /usr/local/crashplan/bin befindet, die Option -Dorg.eclipse.swt.browser.DefaultType=mozilla für den Standard-Browser hinzuzufügen. Das ganze sieht dann so aus:

Laut Code42 handelt es sich um einen Fehler in der Bibliothek. Die Eclipse-Entwickler sehen das anders und behoben den Fehler in der Anwendung . So oder so: Mit dem Workaround hat die aktuelle Version von CrashPlanPROe 3.6.1.4 gerade das Backup der nicht auf einem NFS-Mount befindlichen Workstation-Daten abgeschlossen.

Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

Es gibt viele Werkzeuge für Linux, die Netzwerk-Traffic insgesamt oder nach Verbindungen anzeigen. Doch was ist, wenn ich wissen möchte, welcher Prozess wieviel Traffic verursacht? In vielen Fällen ist es relativ einfach, von der Verbindung auf den Prozess zu schließen. Manchmal ist dies jedoch nicht so offensichtlich. Und zudem müsste ich dann selbst den Traffice aller Verbindungen, die ein Prozess so aufbaut, zusammen addieren, um einen Überblick zu bekommen. Weiterlesen

Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.

Distkeys als Open Source

Kategorien: Linux, OpenSource
Kommentare: No

Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, sich an einem SSH-Server zu authentifizieren: Via Passwort und via Schlüssel. Da ich bei einem selbstverständlich mit einer guten Passwort-Phrase geschützten Schlüssel nicht nur etwas brauche, was ich weiß, sondern auch noch etwas brauche, was ich mit mir führe, ist die Schlüssel-Authentizierung sicherer.

Einige Kunden haben es schon einmal gesehen, andere Fragen sich vielleicht: Wie kopieren wir eigentlich unsere öffentlichen SSH-Schlüssel auf Linux-Systeme, für die Kunden Fernwartung wünschen, oder auf unsere eigenen Server? Es ist natürlich möglich mit den Befehlen scp und cat oder eben mit ssh-copy-id zu arbeiten, um jeden öffentlichen Schlüssel einzeln der authorized_keys-Datei des betreffenden Benutzers auf jeden Server zu kopieren. Es geht aber auch wesentlich einfacher:

Wir setzen seit Jahren dazu das selbst geschriebene Distkeys ein. Weiterlesen

Autor: Martin Steigerwald
Martin Steigerwald beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit Linux. Er ist langjähriger Autor von Artikeln für verschiedene Computer-Magazine wie die LinuxUser (linuxuser.de) und das Linux-Magazin (linux-magazin.de). Seit Herbst 2004 ist er als Trainer für Linux-Themen bei Proact Deutschland in Nürnberg tätig.